LAST CALL – letzter Aufruf. Es gibt noch Anschlusslösungen

04.09.2013 - Mitteilung

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Trotz steigender Anzahl an Lehrvertragsabschlüssen und grösserem Angebot an Lehrstellen haben viele Jugendliche, welche vor den Sommerferien die obligatorische Schule abgeschlossen haben, noch keine Anschlusslösung gefunden. An der Veranstaltung LAST CALL vom 12. September 2013 von 13.30–16.00 Uhr helfen Fachleute diesen Jugendlichen in den Berufsinformations- zentren (biz) in Kloten, Uster und Winterthur und im Laufbahnzentrum der Stadt Zürich eine passende Lösung zu finden. Jugendliche aus dem ganzen Kanton Zürich können von diesem Angebot profitieren.

Die Lehrstellensituation hat sich weiter verbessert. Mehr Jugendliche als in den vergangenen Jahren haben dieses Jahr eine Lehrstelle gefunden. Seit dem Jahre 2000 hat die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den Berufsfachschulen um 17% zugenommen (über 6100 Schülerinnen und Schüler). Erfreulich ist, dass sich die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe weiter gesteigert hat. Die neu abgeschlossenen Lehrverträge im Kanton Zürich sind per Juli 2013 auf 12‘010 gestiegen (Vorjahr 11‘870 Lehrverträge). Diese Steigerungen verlaufen parallel mit dem Bevölkerungswachstum im Kanton ohne staatliche Vorgaben. Per Ende Schuljahr waren noch 1122 offene Lehrstellen im Kanton Zürich gemeldet. Dies entspricht 9.1% aller gemeldeten Lehrstellen.

Gleichzeitig sind die schulischen Anforderungen an Lehrstellensuchende in den letzten Jahren strenger geworden. Vor allem schulisch schwächere junge Erwachsene, insbesondere Abgängerinnen und Abgänger der Sek C und teilweise der Sek B-Klassen, haben vermehrt Mühe einen Ausbildungsplatz zu finden. Verschiedene Massnahmen helfen diesen Jugendlichen bei der Suche nach einer Anschlusslösung. So organisieren beispielsweise die Berufsinformationszentren (biz) und das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich die Anlässe «Keine Lehrstelle – was tun?» und lokale Lehrstellenbörsen. Im Rahmen des Spezialangebotes Mentoring «Ithaka» unterstützen freiwillige Helferinnen und Helfer Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei der Lehrstellensuche. Das Projekt Case Management Berufsbildung (Netz2) betreut individuell und langzeitig Jugendliche, welche den Einstieg in eine Berufsbildung aus eigenen Kräften nicht realisieren können. Letztlich hat das Laufbahnzentrum in der Stadt Zürich das Jugendprojet LIFT installiert, wie auch verschiedene andere Gemeinden im Kanton.

LAST CALL wendet sich an möglichst alle Jugendlichen ohne Anschlusslösung. Nebst den Schulabgängerinnen und Schulabgängern des letzten Schuljahres sollen auch jene davon profitieren, die die Lehre aufgegeben haben, bereits in einer Zwischenlösung waren und danach keine Lehrstelle gefunden oder schon seit längerem keine berufliche Perspektive haben. LAST CALL wird auch durch die regionalen Arbeitsvermittlungszentren unterstützt. An LAST CALL haben alle Jugendlichen ohne Anschlusslösung die Chance, eine solche zu finden.

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