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Lehrstellensuche | für Jugendliche

Du hast dich für einen Beruf entschieden und bist bereit für die nächsten Schritte. Folgende Tipps helfen dir bei der Lehrstellensuche.  

Lehre/Berufseinstieg

Berufswahl überprüfen

Bevor du mit der Suche beginnst, solltest du dich fragen, ob du von deinem Wunschberuf wirklich überzeugt bist und deinen Entscheid gut begründen kannst. Einen guten Einblick in die typischen Tätigkeiten eines Berufes erhältst du bei einer Schnupperlehre; auch der Besuch von Informationsveranstaltungen ist hilfreich. Dabei kannst du gleichzeitig abklären, ob du die Anforderungen des Berufes erfüllst und wie die Situation auf dem Lehrstellenmarkt aussieht. Es ist zudem empfehlenswert, dass du mindestens eine Alternative zu deinem Wunschberuf hast.

Frühzeitig mit der Suche anfangen

Die Suche nach einer geeigneten Lehrstelle und das Erstellen von Bewerbungsunterlagen sind aufwendig. Plane also genügend Zeit ein und starte frühzeitig, am besten im Spätsommer zu Beginn der 3. Oberstufe.

Adressen freier Lehrstellen finden

Du hast verschiedene Möglichkeiten, um Adressen von Lehrbetrieben zu finden, die für dich in Frage kommen. Bei Schuljahresbeginn wird jeweils der Lehrstellennachweis (LENA) im Internet aufgeschaltet, ein Verzeichnis offener Lehrstellen für das Folgejahr.

Überprüfe auch regelmässig die Tages- und Lokalzeitungen auf Lehrstelleninserate und recherchiere online nach Adressen von Firmen oder Berufsverbänden; dort kannst du direkt anfragen, ob sie Lernende ausbilden. Besonders nützlich sind gute Beziehungen. Informiere deshalb auch Verwandte und Bekannte, dass du eine Lehrstelle suchst.

Beim Lehrbetrieb nachfragen

Bevor du dich auf eine ausgeschriebene Lehrstelle bewirbst, solltest du dich bei der Lehrfirma erkundigen, ob die Stelle immer noch offen ist. Falls dies der Fall ist, kannst du gleichzeitig fragen, wie der Betrieb die Bewerbung wünscht:

  • Welche Beilagen werden verlangt?
  • Will der Betrieb die Resultate eines Eignungstests sehen?
  • An welche Person soll die Bewerbung geschickt werden?

Eignungstest absolvieren

Viele Lehrbetriebe erwarten heute als Teil der Bewerbung Resultate von Eignungstests. In solchen Tests werden je nach Beruf unterschiedliche Fähigkeiten sowie das Schulwissen am Ende der 2. Sek geprüft. Die Tests werden von den Lehrbetrieben selbst, von Berufsverbänden oder von unabhängigen Firmen (z.B. Multicheck, Basic-Check, Kompass) durchgeführt.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Eignungstests".

Bewerbungsdossier erstellen

Das Bewerbungsdossier ist deine Visitenkarte. Es muss so attraktiv und überzeugend sein, dass es dir die Tür zu einem Vorstellungsgespräch öffnet. Das Dossier besteht aus dem Bewerbungsbrief, deinem Lebenslauf mit Foto, den Kopien aller Oberstufen-Zeugnisse und evtl. aus Resultaten von Eignungstests und/oder anderen Zertifikaten. Mit dem Bewerbungsbrief zeigst du deine Motivation, für genau diese Stelle zu arbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass du ihn immer an die jeweilige Lehrfirma und den Beruf anpasst. Achte auch darauf, dass dein Bewerbungsdossier keine Rechtschreibefehler enthält. Am besten zeigst du dein Dossier vor dem Verschicken jemandem zum Durchlesen.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Bewerbung".

Bewerbungen versenden

Erkundige dich vorgängig, ob du dein Dossier schriftlich per Post einschicken sollst oder ob eine elektronische Bewerbung gewünscht wird. Eventuell stehen auf der Firmenhomepage auch elektronische Bewerbungsformulare zur Verfügung. Je mehr Bewerbungen du verschickst, desto höher stehen deine Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ist dein Wunschberuf sehr begehrt oder gibt es nur wenige offene Lehrstellen, solltest du dich zudem auch noch für andere Berufe bewerben. Falls du auf deine gesendete Bewerbung nach zwei bis drei Wochen noch keine Antwort erhalten hast, kannst du dich beim Betrieb danach erkundigen.

Überblick behalten

Damit du überall deine Bewerbungsaktivitäten den Überblick behältst, führst du am besten eine tabellarische Liste. Dort kannst du eintragen, bei welcher Firma du mit wem gesprochen hast, wann du die Bewerbung verschickt und wann du nachgefragt hast, welche Termine gelten usw.

Vorstellungsgespräch vorbereiten

Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bedeutet, dass die Firma Interesse an dir hat und dich grundsätzlich für geeignet hält. Nun geht es darum, dich persönlich kennenzulernen und zu schauen, ob du ins Team passt. Es ist wichtig, dass du dich sorgfältig auf dieses Gespräch vorbereitest. Informiere dich auf der Firmenhomepage über angebotene Dienstleistungen und Produkte. Überlege dir zudem, was du gefragt werden könntest. Häufige Fragen sind:

  • Wieso möchtest du diesen Beruf erlernen?
  • Weshalb gerade in dieser Firma?
  • Welches sind deine Stärken?
  • usw.

Bereite auch eigene Fragen vor, die du dem Berufsbildner bzw. der Berufsbildnerin stellen kannst. Das zeigt dein Interesse. Erkundige dich ausserdem nach dem Anreiseweg und danach, wo du dich melden musst, damit du pünktlich zum Gespräch erscheinst.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Vorstellungsgespräch".

Mit Absagen klarkommen

Verliere nicht den Mut, wenn du viele Absagen erhältst; sie sind leider kaum zu vermeiden. Behalte die Absagen für den Nachweis deiner Lehrstellensuchbemühungen. Diesen benötigst du z.B. bei einer Anmeldung für eine Berufswahlschule (BWS). Bewirb dich weiter, vielleicht klappt es bereits beim nächsten Mal. Mach dir aber Gedanken über mögliche Gründe für die Absagen und frag insbesondere bei denjenigen Firmen nach, bei denen du zum Vorstellungsgespräch eingeladen warst. Das Wissen um die Gründe kann dir helfen, mögliche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Umgang mit Absagen".

Flexibel bleiben

Vielleicht findest du in deinem Wunschberuf trotz aller Bemühungen keine freie Lehrstelle. Dann heisst es, flexibel bleiben, Kompromisse eingehen und nach anderen Wegen suchen:

Dabei hilft dir auch das biz. Wenn du weisst, dass noch andere Möglichkeiten existieren, kannst du den manchmal belastenden Bewerbungsmarathon etwas gelassener nehmen.

Viele Betriebe verlangen bei der Lehrlingsauswahl Eignungstests. Die üblichen Bewerbungsunterlagen, sowie dein Verhalten in der Schnupperlehre und beim Vorstellungsgespräch sind jedoch ebenso wichtige Bestandteile des Auswahlverfahrens.

Als Grundsatz gilt: Sieh einen solchen Eignungstest als Chance an! Erkundige dich frühzeitig, ob für die gewünschte Lehrstelle ein bestimmter Eignungstest verlangt wird.

Eignungstests

Zeitpunkt

Erst wenn deine Berufswünsche und dein Berufsziel geklärt sind, lohnt sich ein Eignungstest! Eignungstests für die Lehrstellensuche setzen meistens den Schulstoff der 2. Sek. voraus. Am besten meldest du dich gegen Ende der 2. oder zu Beginn der 3. Sek. für einen solchen Test an.

Arten von Eignungstests

Es gibt verschiedene Eignungstests:

Berufsübergreifende Eignungstests
Dies sind häufig verwendete Tests wie basic-check und Multicheck.

  • basic-check existiert in zwei Formen: basic-check Standard für die 3- und 4-jährigen Berufslehren (EFZ-Berufe) oder basic-check Praxis für die 2-jährigen EBA-Berufe und einzelne 3-jährige EFZ-Berufslehren.
  • Bei Multicheck gibt es für acht Berufsgebiete je einen Eignungstest. Zusätzlich besteht ein Test, welcher bei sämtlichen Berufen mit 2-jähriger Grundbildung (EBA-Berufe) eingesetzt werden kann.

Die Tests prüfen Schulwissen in Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen sowie allgemeine Fähigkeiten wie Logik, Merkfähigkeit, Konzentration und je nach Richtung zusätzlich berufsbezogene Fähigkeiten wie z. B. technisches Grundwissen oder Sinn für Farben und Formen.

Berufsbezogene Eignungstests
Diese Tests werden oft von Berufsverbänden durchgeführt und testen nebst dem Schulwissen auch berufsbezogene Fähigkeiten wie etwa Zeichen- und Gestaltungstalent für gestalterische Berufe.

Firmeninterne Eignungstests
Einzelne Betriebe wenden selbstentwickelte Testverfahren an. So könnte es sein, dass du während einer Schnupperlehre als Zeichner/in zum Beispiel auch Aufgaben in technischem Zeichnen und Mathematik lösen musst.

Zeitbedarf und Kosten

Eignungstests dauern in der Regel einen halben bis einen ganzen Tag. Firmeninterne Eignungstests sind meistens kostenlos. Für berufsbezogene Eignungstests von Berufsverbänden wird eine Gebühr erhoben, die du in der Regel selber bezahlen musst. In seltenen Fällen übernimmt der Schnupperlehrbetrieb die Kosten. Berufsübergreifende Eignungstests kosten oft zwischen 50 und 100 Franken.

Vorbereitung

Die Tests selber können zwar nirgends herunter geladen werden, wenn du jedoch die Art der Aufgaben etwas kennst, weisst du schneller, worauf es ankommt. Das Lösen von Übungsaufgaben kann eine nützliche Vorbereitung sein.

Das Übungs- und Lernprogramm Mymulti steht dir kostenlos in der Infotheken deines biz und/oder in der Stadt Zürich  im Parterre des Laufbahnzentrums zur Verfügung.

Schau dir die Website des Testanbieters gründlich an. Kläre das Zahlungsverfahren ab und ob und welche Dinge du mitnehmen sollst (z. B. Hilfsmittel, Ausweis, Zahlungsbescheinigung). Zur Vorbereitung gehört auch das vorgängige Heraussuchen des Weges zum Durchführungsort.
 

Checkliste

  • Erkundige dich frühzeitig, ob für die von dir gewünschten Berufe besondere Eignungstests erforderlich sind.
  • Orientiere dich über den günstigsten Zeitpunkt für einen solchen Test. Gerade wenn wenige Daten im Jahr vorgesehen sind, brauchst du eine sinnvolle Planung. Beachte allfällige Anmeldefristen.
  • Besprich eine Anmeldung vorgängig mit deinen Eltern – denn es fallen Kosten an.
  • Auch deine Lehrpersonen sind in dieser Frage wichtige Gesprächspartner. Oft wird Schulstoff geprüft, den du in der Schule schon durchgenommen haben solltest.
  • Musst du etwas mitnehmen? Falls ja, lege die Sachen rechtzeitig bereit.
  • Weisst du, wann und wo der Test stattfindet? Plane die Anreise so, dass du frühzeitig dort bist, dann hast du weniger Stress.
  • Frag nach, bis wann und in welcher Form du über das Resultat informiert wirst.
  • Erkundige dich, ob und zu welchem Zeitpunkt der Test wiederholt werden kann.

Während des Tests zu beachten

  • Verstehst du die Anleitung?
    Ansonsten versuch nachzufragen, um unnötige Fehler zu vermeiden.
  • Sei konzentriert bei der Sache.
    Lass dich nicht von Nachbarn und Nebengeräuschen ablenken.
  • Arbeite zügig, aber dennoch sorgfältig.
    Behalte die Zeit im Auge und achte auf die Richtigkeit deiner Lösungen.

Resultate − was bringt ein Eignungstest?

Die Resultate geben dem Lehrbetrieb und dir Hinweise auf deine Berufseignung. Du erhältst neben der Schulbeurteilung eine weitere Rückmeldung, wie du Aufgaben in den abgefragten Leistungsbereichen lösen konntest. So kannst du für dich selber überprüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Wenn es dir gut gelaufen ist, kannst du das Resultat deinen Bewerbungen beilegen.

Vielleicht wird auch klar, dass du dich zusätzlich anstrengen musst, um dein Berufsziel zu erreichen.

Und wenn's nicht rund gelaufen ist?

  • Du bekommst Hinweise, woran du weiter arbeiten solltest.
  • Du kannst abklären, ob es möglich ist, den Test ein zweites Mal zu absolvieren.
  • Du wirst bestärkt, dich mit Alternativen zu beschäftigen.

Gut zu wissen …

Es gibt Betriebe, die im Bewerbungsdossier zusätzlich die Stellwerkunterlagen wünschen. Sprich dich darüber auch mit deinen Lehrpersonen ab.

Und bei alldem: Denk daran, du bist in guter Gesellschaft. Diskutiere mit deinen Bezugspersonen (Eltern, Lehrerin, Berufs- und Laufbahnberater) deine weiteren Pläne und mach den nächsten Schritt.

Mit einem guten Bewerbungsdossier kannst du dich vom Rest der Bewerberinnen und Bewerber abheben. Nimm dir deshalb genügend Zeit für die Erstellung.

Tipps Bewerben

Bewerbungsunterlagen

Eine vollständige Bewerbung enthält folgende Dokumente:

  • Bewerbungsschreiben (auch Motivationsschreiben/Begleitbrief/Bewerbungsbrief genannt)
  • Lebenslauf mit Foto
  • Kopien von allen Oberstufen-Zeugnissen
  • Schnupperlehrberichte
  • Manchmal verlangt ein Lehrbetrieb sowohl ein kurzes Bewerbungsschreiben als auch ein Motivationsschreiben (falls das der Fall ist, steht es im Inserat).

Falls vorhanden oder von der Firma erwünscht, kommen weitere Unterlagen dazu:

  • Ergebnisse von Eignungstests (Basic-/Multicheck, Verband-spezifische)
  • Sprachdiplome, Bestätigungen von Tastaturschreibkursen, Sommerkursen etc.
  • Nachweise von Sommerjobs oder Arbeitseinsätzen

Aufbau eines Bewerbungsschreibens

Vorname und Name
Strasse und Nummer
PLZ und Ort
Telefonnummer
E-Mail

Firma XXXXX AG
Kontaktperson (Anrede, Vorname und Name)
Strasse und Nummer
PLZ und Ort

Ort, Datum

Titel des Briefes

Sehr geehrte/r Anrede, Name

Warum gerade dieser Lehrbetrieb? (erster Abschnitt)

  • Wie hast du von der offenen Lehrstelle in diesem Betrieb erfahren?
  • Warum hast du Interesse, in diesem Beruf/ diesem Betrieb zu arbeiten?
  • Bedanke dich für die Information, erwähne eine absolvierte Schnupperlehre.
  • Erkläre kurz, warum dich die Firma und die angebotene Lehrstelle interessieren.
  • Zeige, dass du dich über die Firma informiert hast (z.B. Website anschauen).

Warum genau dieser Beruf? (zweiter Abschnitt)

  • Erkläre, wie du auf diesen Beruf gekommen bist (z.B. Erfahrungen in Schnupperlehren).
  • Beschreibe passende schulische und persönliche Fähigkeiten, Interessen und Ziele.

Warum soll der Lehrbetrieb genau mich auswählen? (dritter Abschnitt)

  • Wichtige Angaben über dich (Schule, Schulstufe, Lieblingsfächer, Persönlichkeit).
  • Beschreibe, welche besonderen Fähigkeiten/welches Schulwissen du mitbringst.
  • Beschreibe deine Stärken für diesen Beruf mit konkreten Beispielen.
  • Nicht nur handwerkliche oder schulische Fähigkeiten, sondern auch "Softskills", wie z.B. Motivation, Einsatzwille, Lernfähigkeit, Kontaktfähigkeit erwähnen.
  • Weise auf ein bestimmtes Hobby hin, wenn es für den Beruf von Bedeutung ist.

Schlusssatz

  • Drücke deinen Wunsch nach einem persönlichen Gespräch aus.

Freundliche Grüsse
handschriftliche Unterschrift
Vorname, Name

  • Lebenslauf
  • Zeugniskopien
  • Schnupperlehrberichte
  • ev. Ergebnisse von Eignungstests (Basic-/Multicheck, Verband-spezifische)
  • ev. Sprachdiplome, Bestätigungen von Tastaturschreibkursen, Sommerkursen etc.
  • ev. Nachweise von Sommerjobs und Arbeitseinsätzen

Es ist auch möglich diese Reihenfolge zu wählen: 

  • Erster Abschnitt: Warum soll der Lehrbetrieb genau mich auswählen?
  • Zweiter Abschnitt: Warum genau dieser Beruf
  • Dritter Abschnitt: Warum gerade dieser Lehrbetrieb?

Quelle: Berufs- und Studienberatung Kanton Schwyz; www.berufsberatung.ch

Beispielsätze

Diese Beispiele sollen dich anregen, eigene persönliche Formulierungen für deine Lehrstellenbewerbungen zu finden. Achte darauf, dass du deine Sprache verwendest. Schreibe nicht einfach Standardsätze oder Musterbriefe ab.

Titel des Briefes

  • Bewerbung als …
  • Meine Traumlehrstelle …
  • Mein Ziel: Eine Lehrstelle als …

Warum gerade dieser Lehrbetrieb? (erster Abschnitt)

  • Vielen Dank für die Unterlagen, die Sie mir über den Beruf … und Ihre Firma zugestellt haben.
  • Ich bedanke mich nochmals für die Schnupperlehre, die ich in Ihrer Firma absolvieren durfte. Gleichzeitig bewerbe ich mich um die freie Lehrstelle als …
  • Besten Dank für das freundliche Telefongespräch vom ..., bei dem Sie mich eingeladen haben, meine Bewerbung für die Lehrstelle als … einzureichen.
  • Bei unserem heutigen Telefongespräch haben Sie mir gesagt, dass ich mich bei Ihnen als … bewerben darf.
  • Ihr ansprechender Auftritt im Internet und der gute Ruf als Ausbildungsfirma sind Gründe, warum ich meine Ausbildung als … bei der Firma … machen möchte.

Warum genau dieser Beruf? (zweiter Abschnitt)

  • Eine Ausbildung als … machen zu können, ist ein Kindheitstraum von mir.
  • Arbeiten im Bereich ... machen mir besonders Freude, darum bin ich sehr motiviert, den Beruf … zu erlernen.
  • Da ich besonders gerne ..., bin ich überzeugt, dass dies der richtige Beruf für mich ist.
  • Bei verschiedenen Firmenbesuchen, bei Gesprächen mit dem Berufsberater und meinen Eltern habe ich festgestellt, dass mir der Beruf … ausgezeichnet gefällt.
  • In meiner Freizeit ... gerne, das ist mit ein Grund, den Beruf … zu erlernen.
  • Mein Berufsberater machte mich auf den Beruf … aufmerksam. Besonders gefallen hat mir, dass…

Warum soll der Lehrbetrieb genau mich auswählen? (dritter Abschnitt)

  • Zurzeit besuche ich die 3. Sek B in ... Die Fächer ... machen mir Spass.
  • Ich besuche die 3. Sek A in ... In der Schule habe ich die Fächer … am liebsten.
  • Arbeiten mit … gefällt mir besonders gut. Im Umgang mit ... erziele ich auch gute Resultate. Deshalb glaube ich, dass ich passende Voraussetzungen für den Beruf … mitbringe.
  • Zurzeit besuche ich in der Schule die Freifächer ... Das ist sicher eine gute Vorbereitung für meinen Wunschberuf …
  • Als Mitglied beim … habe ich gelernt, mich in ein Team zu integrieren.
  • Da ich zweisprachig (deutsch/…) aufgewachsen bin, glaube ich, gute Voraussetzungen für eine Berufslehre als ... zu haben.

Schlusssatz

  • Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
  • Ich bin sehr interessiert an der Lehrstelle als … in Ihrem Betrieb und freue mich, wenn Sie mir Gelegenheit für ein Vorstellungsgespräch geben.
  • Vielen Dank für das Prüfen meiner Bewerbung. Ich warte gespannt auf Ihre Antwort.
  • Ich würde mich gerne persönlich bei Ihnen vorstellen und bitte Sie um Bescheid, wann ich bei Ihnen vorbeikommen darf.

Quelle: Berufs- und Studienberatung Kanton Schwyz; www.berufsberatung.ch

Beispiele von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen

Im Folgenden findest du gute Beispiele von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen. Übernimm aber nicht einfach eine Vorlage, sondern passe sie auf die entsprechende Stelle und Firma sowie auf deine Person und deine Motivation an.

Das Bewerbungsdossier

Bei der Zusammenstellung deines Bewerbungsdossiers solltest du auf diese Punkte achten:

  • Die Dokumente sollten als lose Blätter vorliegen, also keine Heftklam-mern/Bindung/Lochung verwenden
  • Ordne die Unterlagen chronologisch: die aktuellsten Dokumente kommen zu oberst
  • Darauf achten, dass Kontaktnamen, Adressen und Berufe auf allen Dokumenten übereinstimmen
  • Pass auch auf, dass dein Bewerbungsdossier keine Rechtschreibefehler enthält. Am besten zeigst du es vor dem Verschicken jemandem zum Durchlesen

Elektronische Bewerbung

Ob ein Betrieb eine Bewerbung per E-Mail oder per Online-Formular überhaupt wünscht, erfährst du im Stelleninserat. Wenn keine Angaben gemacht werden, ist in der Regel die physische Bewerbung gefragt, bei Unklarheiten am besten nachfragen.

Vorbereitung
Ein elektronisches Bewerbungsdossier enthält die gleichen Dokumente wie ein Dossier, das du per Post verschickst: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Schulzeugnisse, Schnupperlehrberichte und ev. Ergebnisse von Eignungstests. Ein sorgfältiges Vor- und Aufbereiten aller nötigen Dokumente und einer geeigneten Fotografie empfiehlt sich.

  • Eine gute Fotografie erstellen bzw. erstellen lassen, ev. vom Profifotografen und danach in geeignetem Format abspeichern. Probehalber schwarz-weiss ausdrucken
  • Bewerbungsschreiben und Lebenslauf verfassen und gegenlesen lassen. Foto im Lebenslauf einfügen im jpeg- oder pdf-Format
  • Zusatzdokumente zusammentragen bzw. falls nicht (mehr) vorhanden, neu einholen (Zeugnisse bei den Lehrpersonen, Schnupperlehrberichte beim Schnup-perbetrieb etc.)
  • Zusatzdokumente scannen, darauf achten, dass sie gerade ausgerichtet sind und alle Dokumente erfasst wurden
  • Unterschrift im Bewerbungsschreiben einzeln als Foto einfügen
  • Word-Dokumente in pdf Format umwandeln
  • Dokumente zusammenfügen zu zwei oder drei Gesamtdateien (falls nicht anders verlangt): Eine Datei mit Zusatzdokumenten wie Zeugnissen, Schnupperlehrberichten etc. und eine Datei mit Bewerbungsschreiben und Lebenslauf (Bewer-bungsschreiben und Lebenslauf können aber auch als jeweils einzelne Dateien angehängt werden)
  • Dokumente auf einem PC und möglichst auch auf einen Stick abspeichern
  • Dateiname: Bewerbungsunterlagen_VornameNachname_20170820.pdf

Technische Hinweise

  • Dateiformat: pdf
  • Dateigrösse: ca. 3 MB; kleiner als 5 MB
  • Elektronische Dokumente nicht ausdrucken und wieder einscannen
  • Dokumente nur in Farbe einscannen falls sinnvoll
  • Dateiauflösung: 150 dpi oder höher
  • Zusammenfügen der Dokumente mit Adobe Acrobat Pro oder einer freeware (mit Google suchen, z.B. pdfjoin.com)

Bewerbung per E-Mail

  • Seriöse E-Mail Adresse verwenden, z. B. vorname.nachname@anbieter.ch
  • Ein kurzes Begleitschreiben entwerfen und gegenlesen lassen. Es gelten die gleichen Regeln wie im Bewerbungsbrief: korrekte Anrede, korrekte Rechtschreibung und Sprache, also keine lieben Grüsse, kein SMS-Stil, keine Emoticons.
  • Text des Begleitschreibens in die E-Mail Maske einfügen und Bewerbungs-pdf anhängen (max. 3 pdf-Dateien schicken)
  • Die E-Mail als Test zuerst an sich selber schicken und falls nötig: anpassen/korrigieren
  • Beispiel:

Bewerbung per Online-Formular

  • Genügend Zeit einplanen (ca. eine bis zwei Stunden)
  • Sorgfältige Eingabe der Daten: Vollständigkeit, Rechtschreibung, Korrektheit
  • Loginangaben notieren (Benutzername und Passwort)
  • E-Mails regelmässig lesen
  • Status im Bewerbungsportal verfolgen
  • Nachfragen bei technischen Störungen während dem Upload der Dokumente oder wenn keine Empfangsbestätigung erhalten

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist deine Chance für eine Lehrstelle. Man will dich näher kennenlernen und mehr über deine Motivation für diesen Beruf und dein Interesse an genau dieser Firma erfahren. Das Vorstellungsgespräch ist eine Herausforderung: Bereite dich deshalb sorgfältig auf das Treffen vor.

Was Personalverantwortliche über dich wissen möchten:

Fragen zur Person, Schule, Freizeit und Familie

  • Wer bist du? Welche Stärken und Schwächen hast du?
  • Welche Lieblingsfächer hast du? Wie sind deine Noten, Schulleistungen und dein Umgang mit Hausaufgaben? Was hast du für eine Beziehung zu Lehrpersonen und Mitschülerinnen und Mitschülern?
  • Welche Hobbys hast du und wie gestaltest du deine Freizeit?
  • Wer gehört zu deiner Familie? Wie ist deine Beziehung zu Eltern und Geschwistern? Wie und von wem wirst du bei der Berufswahl unterstützt?
  • Warum soll sich die Firma für dich entscheiden?

Fragen zur Berufswahl und zur Firma

  • Warum willst du gerade in diesem Beruf eine Ausbildung machen?
  • Wo hast du dich über Beruf und Ausbildung informiert? Hast du schon Einblicke in den Beruf gewinnen können (Informationsveranstaltungen, Berufsbesichtigungen, Schnupperlehren)? Wenn ja, wo und für wie lang? Was für Erfahrungen und Eindrücke hast du dabei gewonnen?
  • Was für Zukunftspläne hast du? Wo siehst du dich in fünf Jahren?
  • Was erwartest du von deiner Lehrstelle?
  • Wieso möchtest du gerade in diesem Betrieb eine Ausbildung absolvieren und welche Kenntnisse bringst du über den Betrieb, seine Produkte und Dienstleistungen mit?

Tipps zur Vorbereitung

  • Übe das Vorstellungsgespräch als Rollenspiel mit Eltern oder Verwandten.
  • Informiere dich nochmals gründlich über den Beruf und den Betrieb sowie über dessen Produkte und Dienstleistungen im Internet.
  • Erkunde vorher den Weg und plane die Anreise so, dass du 5 Minuten vor dem vereinbarten Termin dort sein kannst.
  • Weisst du, bei welcher Person du dich melden kannst?Dann merke dir ihren Namen.
  • Vergiss nicht, vor dem Gespräch etwas zu essen und zu trinken.
  • Wähle Kleidung, in der du dich wohl fühlst und die zum Beruf passt.
  • Packe Agenda, Papier und Schreibzeug ein, um dir Notizen zu machen.
  • Hast du noch keine Bewerbung geschickt, so nimm einen Lebenslauf und Zeugniskopien mit.

Mögliche Fragen von dir an die ausbildungsverantwortliche Person:

  • Wie viele Lernende und Mitarbeitende beschäftigen Sie in Ihrem Betrieb?
  • Seit wann bilden Sie Lernende aus und wie viele haben Sie inzwischen ausgebildet?
  • Wann wäre der Beginn der Lehre?
  • Wie ist der Ablauf der Ausbildung im Betrieb?
  • Wie sind die Arbeitszeiten?
  • Was können Sie mir zur Berufsfachschule sagen?(Berufsschulort, Stundenpläne, Anmeldung usw.)
  • Würden Sie den Besuch der BMS unterstützen?
  • Darf ich Arbeitsplätze von Lernenden sehen?
  • Gibt es eine spezielle Arbeitskleidung oder Vorgaben für das Outfit?
  • Auf Ihrer Website steht … Können Sie mir noch dazu Näheres sagen?
  • Wie geht es nach dem Gespräch weiter? Bis wann erhalte ich Bescheid?

Schreib dir ruhig die Fragen auf, die du stellen willst, und nimm sie zum Vorstellungsgespräch mit.

Beachte während des Gesprächs

  • Handy abstellen und Kaugummi entsorgen!
  • Sprich die Person/en wenn möglich mit ihrem Namen an und sage: «Grüezi Herr …» oder «Grüezi Frau …».
  • Ein fester Händedruck und ein freundliches Lächeln schaffen eine positive Atmosphäre zu Beginn des Gesprächs.
  • Sitz in aufrechter Haltung.
  • Halte Blickkontakt während des Gesprächs.
  • Nimm ruhig deine Notizen hervor und prüfe, ob eine Frage noch unbeantwortet geblieben ist.
  • Glaub an dich und deine Fähigkeiten. Sage die Wahrheit und vermeide Übertreibungen.
  • Sei du selbst.
  • Verhalte dich offen und beteilige dich am Gespräch.
  • Zeige dich interessiert und vermittle eine positive Grundhaltung.
  • Notiere am Gesprächsende, wie es weitergeht.
  • Bedanke dich, dass du die Chance für ein Vorstellungsgespräch erhalten hast.

Was auch noch helfen kann

  • Erkundige dich bei deiner Lehrerin und deinem Berufsberater über weitere Tipps für das Vorstellungsgespräch.

Absagen gehören zur Lehrstellensuche. Auf eine freie Lehrstelle treffen oft mehrere oder viele Bewerbungen beim Lehrbetrieb ein. Dieser muss auswählen und Absagen machen. Die Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, vergrössern bzw. verringern sich durch verschiedene Umstände. Hast du schon einige Bewerbungen versandt, vielleicht schon Vorstellungsgespräche gehabt und trotzdem noch keine Zusage erhalten? Lies weiter!

Absagen

Mögliche Gründe für Absagen

Gründe, auf die du keinen Einfluss hast:

  • Die Firma hat schon viele Bewerbungen erhalten und wählt aus diesen jemanden aus.
  • In gewissen Berufen gibt es nur wenige oder sogar fast keine Lehrstellenangebote.
  • Bei Traumberufen, die von vielen Jugendlichen begehrt sind, ist die Konkurrenz hoch.
  • In deiner Wohnregion gibt es nur wenige Lehrstellen im gewünschten Beruf.
  • Deine Bewerbung ist zu spät bei der Firma eingetroffen.

Gründe, die du beeinflussen kannst:

  • Erfüllst du die Anforderungen deines Wunschberufes? Kannst du z. B. mit deinen Noten und Leistungen mithalten?
  • Ist das Resultat des verlangten Eignungstests knapp ausgefallen und deckt es sich nicht mit den Vorstellungen der Firma?
  • Kannst du deine Bewerbung noch verbessern? Ist das Dossier bezüglich Vollständigkeit, Rechtschreibung und Darstellung in Ordnung?
  • Erinnere dich nochmals an das Vorstellungsgespräch. Was ist gut gelaufen, was nicht? Konntest du dich und deine Qualitäten genügend einbringen?
  • Ist es im Bewerbungspraktikum rund gelaufen? Ist deine Motivation vielleicht nicht genügend herübergekommen?
  • Bist du verspätet in die Bewerbungsphase eingestiegen und hast die Sache etwas zu lange vor dir hergeschoben?
  • Hast du bisher zu wenig unternommen?

Was du dagegen tun kannst

Überdenke, welche Schritte du unternehmen kannst:

  • Besprich dein Bewerbungsvorgehen mit deinen Eltern, den Lehrpersonen und in der Berufsberatung.
  • Versuche, dich selbst einmal in der Rolle eines/einer Personalverantwortlichen zu sehen. Was würdest du vom Bewerber erwarten, wenn du einen Ausbildungsplatz zu vergeben hättest? Vielleicht kannst du mit dieser Gedankenübung einzelne Punkte deines Bewerbungsverhaltens verbessern.
  • Frage bei der Lehrfirma hartnäckig nach, warum es nicht geklappt hat und wo du dich noch verbessern könntest. Dies verlangt Mut, kann dir jedoch wertvolle Hinweise geben.
  • Kannst du deine Bemühungen noch ausweiten? Nutzt du die Lehrstellenangebote auf www.berufsberatung.ch regelmässig? Hast Du ein Such-Abo eingerichtet, wodurch du über neu gemeldete Lehrstellen in deinem Wunschberuf informiert wirst? Besuchst du Websites von Firmen und achtest du auf Zeitungsinserate?
  • Schaue dir rechtzeitig verwandte Berufe an und überlege dir alternative Ausbildungswege, die dich auch zum Ziel führen können. Dazu kann dir das Arbeitsmittel «Berufsfenster» eine Hilfe sein. Verlange es im BIZ/Laufbahnzentrum oder melde dich für eine Beratung an.