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Genug von der Schule? – Die Alternativen zum Studium!

SDBB Alternativen zum Hochschulstudium

Du hast die gymnasiale Maturität, aber keine Lust auf ein Studium? Du möchtest lieber rasch in die Berufspraxis einsteigen und bald finanziell unabhängig sein? Hierfür stehen dir verschiedene Wege offen:

  • Du kannst eine Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) machen, z.B. als Grafikerin, Laborant oder Schreinerin. Oft ist es möglich, die Lehre um ein Jahr zu verkürzen, zudem kann eine Befreiung vom allgemeinbildenden Unterricht beantragt werden. Neben den regulären Lehren werden unter dem Titel way-up sechs kompakte Grundbildungen wie z.B. Informatiker/in oder Mediamatiker/in angeboten, die sich speziell an Maturandinnen und Maturanden richten und in zwei Jahren zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) führen.
  • Auch Lehrgänge an den Höheren Fachschulen (HF) sind eine gute Möglichkeit, sich nach der Matura praxisbezogen auszubilden. Diese werden von kantonalen und privaten Bildungsinstitutionen angeboten. Sie dauern mindestens zwei, berufsbegleitend mindestens drei Jahre. Je nach Bildungsgang gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen. In erster Linie richten sich die Ausbildungen an Personen mit einem Lehrabschluss. In den Bereichen Gesundheit, Soziales, Hotellerie, Tourismus und Wirtschaft stehen dir aber mit einer gymnasialen Maturität ebenfalls verschiedene Lehrgänge offen. Weitere Möglichkeiten sind z.B. die Ausbildung zum Piloten oder zur Flugverkehrsleiterin. Für die Zulassung braucht es zum Teil vorgängige Berufserfahrung, manchmal gehört eine Eignungsabklärung dazu.
  • Eine weitere Option ist eine Berufsprüfung (BP), bei der du einen eidgenössischen Fachausweis erwirbst. Die Vorbereitungskurse auf die Prüfung dauern ein bis drei Jahre, parallel dazu erwirbst du dir praktische Kompetenzen. Voraussetzung ist in der Regel ein EFZ und entsprechende Berufserfahrung. Gewisse Berufsprüfungen sind jedoch auch mit gymnasialer Maturität möglich, so z.B. Polizist/in oder Cabin Crew Member.
  • Eine zusätzliche Möglichkeit bilden branchenspezifische Ausbildungen, die eigens für Inhaber/innen einer gymnasialen Maturität konzipiert wurden und 12–24 Monate dauern. Praktisches Einarbeiten am Arbeitsplatz wird hier ergänzt durch firmeninterne Kurse. Diese Ausbildungen schliessen mit einem von der Branche anerkannten Zertifikat oder Diplom ab. Beispiele sind die Postmaturitäre Wirtschaftsausbildung (PWA), der Bankeinstieg für Mittelschulabsolventinnen und -absolventen (BEM) oder die Ausbildung zur Versicherungsassistentin oder zum Versicherungsassistenten. Eine Broschüre mit allen wichtigen Informationen dazu erhältst du kostenlos im kantonalen biz.
  • Schliesslich stehen dir zahlreiche Ausbildungen an Privatschulen zur Auswahl. Diese Variante ist besonders dann interessant, wenn keine entsprechende staatlich anerkannte Ausbildung vorhanden ist. Da es hier weder staatliche Kontrolle noch Unterstützung gibt, musst du Angebote und Kosten besonders gründlich prüfen. Beispiele sind etwa die Ausbildung zum/zur Lokführer/in oder ein Audio Engineering Diploma des SAE Instituts.

Willst du dich eingehender mit diesen unterschiedlichen Möglichkeiten befassen, nimmst du am besten die aktuellen Broschüre «Alternativen zum Hochschulstudium» zur Hand. Nirgends werden dir die Alternativen zu einem Studium besser aufgezeigt. Sie hilft dir, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ausbildungswege abzuschätzen und porträtiert gymnasiale Maturandinnen und Maturanden, die einen dieser Wege gewählt haben.

Die Broschüre kann kostenlos in den kantonalen biz ausgeliehen oder direkt beim Verlag bestellt werden.