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Biologie

«Bio» heisst «Leben» und Biologie beschäftigt sich wirklich mit allen Phänomenen des Lebens.

Biologie – etwas für dich?

Um was geht’s?

Vom Molekül und Gen über Zelle und Organismus bis hin zu Population und Ökosystem: Ziel der Biologie ist es, die biologischen Prozesse und Gesetzmässigkeiten lebender Systeme zu verstehen. Mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht sie Ursprung, Entwicklung und Eigenschaften der Lebensformen. Entsprechend umfassend und vielfältig ist das Fachgebiet der Biologie: Die Molekularbiologie untersucht die Prozesse in den Zellen, die Mikrobiologie erforscht Bakterien und Algen, die Verhaltensbiologie analysiert das tierische und menschliche Verhalten, die Paläontologie befasst sich mit der Geschichte der Biosphäre und der Entwicklung des Lebens überhaupt usw. Die grossen wissenschaftlichen Fortschritte der letzten Jahrzehnte haben weitere Spezialisierungen mit sich gebracht. Dabei vernetzt sich die Biologie zunehmend mit anderen Wissenschaftsgebieten, insbesondere der Medizin. Tumorbiologie, Neurowissenschaften, Virologie und Immunologie sind Master-Richtungen der Biologie an der Uni Zürich und leisten medizinische Grundlagenforschung. Biologische Forschung ist aber auch notwendig für Massnahmen im Arten- und Umweltschutz oder für die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.

Etwas für dich?

Biologie kannst du nur an der Uni oder ETH studieren. An Fachhochschulen dagegen werden ausschliesslich die angewandten Bereiche der Biologie wie z.B. «Biotechnologie» gelehrt.

Wenn du dich für ein Biologiestudium entscheidest, steht dir auf der Masterebene ein aussergewöhnliches Spektrum an Spezialisierungen zur Verfügung. Allein an der Universität Zürich kannst du zwischen 15 Masterstudiengängen wählen, an der ETH Zürich sind es 10 Richtungen, die zur Auswahl stehen. Dazu gehören neben den bereits erwähnten modernen Spezialisierungen auch eher traditionelle Fächer wie Zellbiologie, Genetik, Entwicklungsbiologie, Pflanzenbiologie oder Ökologie. Ein Biologiestudium kann also recht unterschiedliche Interessen abdecken. Draussen Tier- oder Pflanzenbestände zu beobachten und messen gehört ebenso zur Biologie wie Tätigkeit in einem Labor der pharmazeutischen Industrie oder das Entwerfen eines Naturschutzkonzeptes.

Sich auf Biologie einzulassen verlangt aber immer ein grundlegendes Interesse an Naturwissenschaften. Vor allem in den ersten beiden Studienjahren sind Chemie und Physik aber auch Mathematik und Informatik wichtige Bestandteile des Stundenplans. Und weil Biologie eine experimentelle Wissenschaft ist, solltest du auch Neugierde sowie Freude am Experimentieren mitbringen.

An der ETH Zürich ist Biologie ein sogenanntes Monofach, d.h. du studierst dort ausschliesslich Biologie. An der Uni Zürich hingegen kannst du, wenn du willst, Biologie mit einem Nebenfach im Umfang von 30 oder 60 Kreditpunkten kombinieren.

Hilfreich für deine Entscheidung kann das Online-Self- Assessment der Uni Zürich sein. Dort kannst du überprüfen, ob deine Erwartungen an das Biologiestudium realistisch sind. Mit dem Assessment erfährst du zudem, ob und in welchem Ausmass du an den Inhalten des Biologiestudiums und den beruflichen Möglichkeiten interessiert bist.

Was kannst du damit machen?

So vielfältig wie das Fach, so zahlreich sind die beruflichen Möglichkeiten. Biologielehrer/in an einem Gymnasium oder eine Laufbahn an einer Hochschule sind zwei bekannte Beispiele. Andere Absolventinnen und Absolventen sind in der Privatwirtschaft tätig, sie untersuchen beispielsweise in einem Labor der Pharmaindustrie Aufbau und Struktur von Zellbestandteilen mit dem Ziel, herauszufinden, welche Gensequenzen bei einer Krankheit verändert sind. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Forschungsanstalt des Bundes befasst sich ein Biologe vielleicht mit der Bekämpfung der Schadinsekten im Rebbau, oder eine Biologin entwickelt in einem Ökobüro Naturschutzkonzepte und entwirft ein Projekt zum Schutz von Amphibien. Biologinnen und Biologen arbeiten aber auch in klinischen Labors, im Bundesamt für Umwelt oder in kantonalen Umweltschutzämtern. Manche engagieren sich in einem Umweltschutzverband, nutzen ihr Fachwissen als Wissenschaftsjournalist/in oder sorgen für die artgerechte Haltung von Zootieren.

Du willst mehr Infos?

Auf www.berufsberatung.ch findest du ausführlichere Informationen zu Studienmöglichkeiten, Fach und Tätigkeitsfeldern. Ein paar spannende Kurzlebensläufe von Biologinnen und Biologen bietet dir die Website des biologischen Institutes der ETH.

Hilfreich ist auch ein Blick in die Vorlesungsverzeichnisse von Uni und ETH. Du erfährst dort, was dich im ersten Jahr an Vorlesungen und Übungen erwartet. Du siehst z.B. dass «Quantitative und Molekulare Systembiologie» ein Pflichtmodul an der Uni ist, und die Vorlesung dazu auf Englisch abgehalten wird.