Sekundarschule

Lehrstellensuche

Du hast dich für einen Beruf entschieden und bist bereit für die nächsten Schritte. Folgende Tipps helfen dir bei der Lehrstellensuche.  

Lehre/Berufseinstieg

Berufswahl überprüfen

Bevor du mit der Suche beginnst, solltest du dich fragen, ob du von deinem Wunschberuf wirklich überzeugt bist und deinen Entscheid gut begründen kannst. Einen guten Einblick in die typischen Tätigkeiten eines Berufes erhältst du bei einer Schnupperlehre; auch der Besuch von Informationsveranstaltungen ist hilfreich. Dabei kannst du gleichzeitig abklären, ob du die Anforderungen des Berufes erfüllst und wie die Situation auf dem Lehrstellenmarkt aussieht. Es ist zudem empfehlenswert, dass du mindestens eine Alternative zu deinem Wunschberuf hast.

Frühzeitig mit der Suche anfangen

Die Suche nach einer geeigneten Lehrstelle und das Erstellen von Bewerbungsunterlagen sind aufwendig. Plane also genügend Zeit ein und starte frühzeitig, am besten im Spätsommer zu Beginn der 3. Oberstufe.

Adressen freier Lehrstellen finden

Du hast verschiedene Möglichkeiten, um Adressen von Lehrbetrieben zu finden, die für dich in Frage kommen. Bei Schuljahresbeginn wird jeweils der Lehrstellennachweis (LENA) im Internet aufgeschaltet, ein Verzeichnis offener Lehrstellen für das Folgejahr.

Überprüfe auch regelmässig die Tages- und Lokalzeitungen auf Lehrstelleninserate und recherchiere online nach Adressen von Firmen oder Berufsverbänden; dort kannst du direkt anfragen, ob sie Lernende ausbilden. Besonders nützlich sind gute Beziehungen. Informiere deshalb auch Verwandte und Bekannte, dass du eine Lehrstelle suchst.

Beim Lehrbetrieb nachfragen

Bevor du dich auf eine ausgeschriebene Lehrstelle bewirbst, solltest du dich bei der Lehrfirma erkundigen, ob die Stelle immer noch offen ist. Falls dies der Fall ist, kannst du gleichzeitig fragen, wie der Betrieb die Bewerbung wünscht:

  • Welche Beilagen werden verlangt?
  • Will der Betrieb die Resultate eines Eignungstests sehen?
  • An welche Person soll die Bewerbung geschickt werden?

Eignungstest absolvieren

Viele Lehrbetriebe erwarten heute als Teil der Bewerbung Resultate von Eignungstests. In solchen Tests werden je nach Beruf unterschiedliche Fähigkeiten sowie das Schulwissen am Ende der 2. Sek geprüft. Die Tests werden von den Lehrbetrieben selbst, von Berufsverbänden oder von unabhängigen Firmen (z.B. Multicheck, Basic-Check, Kompass) durchgeführt.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Eignungstests".

Bewerbungsdossier erstellen

Das Bewerbungsdossier ist deine Visitenkarte. Es muss so attraktiv und überzeugend sein, dass es dir die Tür zu einem Vorstellungsgespräch öffnet. Das Dossier besteht aus dem Bewerbungsbrief, deinem Lebenslauf mit Foto, den Kopien aller Oberstufen-Zeugnisse und evtl. aus Resultaten von Eignungstests und/oder anderen Zertifikaten. Mit dem Bewerbungsbrief zeigst du deine Motivation, für genau diese Stelle zu arbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass du ihn immer an die jeweilige Lehrfirma und den Beruf anpasst. Achte auch darauf, dass dein Bewerbungsdossier keine Rechtschreibefehler enthält. Am besten zeigst du dein Dossier vor dem Verschicken jemandem zum Durchlesen.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Bewerbung".

Bewerbungen versenden

Erkundige dich vorgängig, ob du dein Dossier schriftlich per Post einschicken sollst oder ob eine elektronische Bewerbung gewünscht wird. Eventuell stehen auf der Firmenhomepage auch elektronische Bewerbungsformulare zur Verfügung. Je mehr Bewerbungen du verschickst, desto höher stehen deine Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ist dein Wunschberuf sehr begehrt oder gibt es nur wenige offene Lehrstellen, solltest du dich zudem auch noch für andere Berufe bewerben. Falls du auf deine gesendete Bewerbung nach zwei bis drei Wochen noch keine Antwort erhalten hast, kannst du dich beim Betrieb danach erkundigen.

Überblick behalten

Damit du überall deine Bewerbungsaktivitäten den Überblick behältst, führst du am besten eine tabellarische Liste. Dort kannst du eintragen, bei welcher Firma du mit wem gesprochen hast, wann du die Bewerbung verschickt und wann du nachgefragt hast, welche Termine gelten usw.

Vorstellungsgespräch vorbereiten

Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bedeutet, dass die Firma Interesse an dir hat und dich grundsätzlich für geeignet hält. Nun geht es darum, dich persönlich kennenzulernen und zu schauen, ob du ins Team passt. Es ist wichtig, dass du dich sorgfältig auf dieses Gespräch vorbereitest. Informiere dich auf der Firmenhomepage über angebotene Dienstleistungen und Produkte. Überlege dir zudem, was du gefragt werden könntest. Häufige Fragen sind:

  • Wieso möchtest du diesen Beruf erlernen?
  • Weshalb gerade in dieser Firma?
  • Welches sind deine Stärken?
  • usw.

Bereite auch eigene Fragen vor, die du dem Berufsbildner bzw. der Berufsbildnerin stellen kannst. Das zeigt dein Interesse. Erkundige dich ausserdem nach dem Anreiseweg und danach, wo du dich melden musst, damit du pünktlich zum Gespräch erscheinst.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Vorstellungsgespräch".

Mit Absagen klarkommen

Verliere nicht den Mut, wenn du viele Absagen erhältst; sie sind leider kaum zu vermeiden. Behalte die Absagen für den Nachweis deiner Lehrstellensuchbemühungen. Diesen benötigst du z.B. bei einer Anmeldung für eine Berufswahlschule (BWS). Bewirb dich weiter, vielleicht klappt es bereits beim nächsten Mal. Mach dir aber Gedanken über mögliche Gründe für die Absagen und frag insbesondere bei denjenigen Firmen nach, bei denen du zum Vorstellungsgespräch eingeladen warst. Das Wissen um die Gründe kann dir helfen, mögliche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Mehr Informationen zum Thema findest du oben im Reiter "Umgang mit Absagen".

Flexibel bleiben

Vielleicht findest du in deinem Wunschberuf trotz aller Bemühungen keine freie Lehrstelle. Dann heisst es, flexibel bleiben, Kompromisse eingehen und nach anderen Wegen suchen:

Dabei hilft dir auch das biz. Wenn du weisst, dass noch andere Möglichkeiten existieren, kannst du den manchmal belastenden Bewerbungsmarathon etwas gelassener nehmen.