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Elterliche Erziehung unter besonderer Berücksichtigung elterlicher Gewaltanwendung in der Schweiz

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Ergebnisse einer Jugendbefragung (Juli 2018), Dirk Baier, Patrik Manzoni, Sandrine Haymoz et al.

Bei der vorliegenden Studie handelt sich um eine schweizweite Befragung von Jugendlichen im Durchschnittsalter zwischen 17 und 18 Jahren. Zentral für die Studie waren folgende Fragen: Wie verbreitet sind Erfahrungen elterlicher Gewalt? Gibt es hinsichtlich der Erziehungserfahrungen Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen von Jugendlichen? Wie sind die Zusammenhänge zwischen Erziehungserfahrungen und Verhaltensweisen?

Die Erkenntnisse der Studie fokussieren auf die drei Themenbereiche Häufigkeit des Erlebens verschiedener Formen elterlicher Erziehung, Einflussfaktoren und Folgen der elterlichen Erziehung. Dabei gaben fast zwei Drittel aller Jugendlichen an, in irgendeiner Form elterliche Gewalt erlebt zu haben, unabhängig von ihrer sozialen Schicht oder einem Migrationshintergrund. Weiter zeigte sich, dass weibliche Jugendliche von ihren Eltern stärker kontrolliert werden als männliche. Die Studie hebt des Weiteren hervor, dass auch eine schlechte ökonomische Lage mit negativeren Erziehungserfahrungen einhergeht. Schwere elterliche Gewalt erleben Jugendliche mit Migrationshintergrund öfter als Jugendliche ohne Migrationshintergrund.   

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